Montag, 7. September 2015

Olympic National Park

Täglich grüßt das Faultier (fast zumindest)!

Nachdem wir im Zimmer, mit wunderschönen Blick über den Lake Quinault, gefrühstückt haben, ging es auch schon zum ersten Wasserfall und dafür brauchten wir nicht einmal unseren kleinen Jeep bewegen. Ziel war der Gatton Creek Falls und wir erhielten einen ersten tollen Eindruck, was uns in den nächsten zwei Tagen erwarten sollte. Die erste Überraschung gab es allerdings am Ausgangspunkt des Trails: wir wurden nicht vor Bären gewarnt, sondern vor Cougars (Pumas)! Uns ist aber keiner über den Weg gelaufen.
Nach dem Trail ging es dann zum auschecken und es ging nicht etwa auf direkten Weg zurück zur US 101, sondern erst einmal rund um den See! Dafür ging es einige Meilen auch über eine Schotterpiste und unser Jeep erhielt endlich den passenden Look. :-) Auf der Südseite des Sees hielten wir noch an zwei Wasserfällen, den Merriman Falls und den Brunch Creek Falls. Vorallem den Merriman Falls fand ich wunderschön und konnte es durchaus mit den Fällen in der Columbia River Gorge aufnehmen.
Nachdem wir den Quinault River gequert hatten und nichts aufregendes Richtung der Quinault Rain Forest Ranger Station erwarteten, sahen wir plötzlich einen Schwarzbär! Nur ein paar Meter neben der Straße, Cindy war natürlich begeistert! Leider kletterte er rasch schnell auf einen Baum und wir konnten ihn nicht mehr vollständig sehen. Es war dennoch toll und vor allem unerwartet.
An der Ranger Station gab es unseren ersten Stempel des Parks und wir gingen einen kleinen Trail durch den Regenwald. Wunderschön und teilweise mystisch mit dem ganzen Moos auf den Bäumen. Dann hieß es, zumindest für ein paar Stunden, tschüss zu sagen vom Regenwald und wir fuhren an die Küste.
Unser Punkt war die Kalaloch Lodge mit dem dazugehörigen Strand und danach ging es noch zum wunderbaren Ruby Beach. Einfach schön mit dem ganzen Treibholz und den großen Felsen im Wasser. Leider hatten wir kein Glück mit Tide Pools und Seesternen, aber wir genossen dennoch die Zeit.
Bevor es nach Forks und damit zu den Vampiren ging, verließen wir wieder die US 101 und es ging zum Hoh Rain Forest. Wir liefen wieder einige Kilometer durch den Regenwald und gingen dabei den Hall of Moses sowie den Spruce Nature Trail. Wie schon im Quinault Regenwald war es einfach toll. Wobei man den diesjährigen geringen Niederschlag schon dem Moos ansehen konnte, da es zum Teil sehr trocken war. Auch cool war, wie Bäume direkt über alte umgefallene Bäume Wurzeln schlagen konnten.
Anschließend ging es nun wirklich nach Forks und naja... die Vampire haben ganze Arbeit geleistet. ;-) Zum übernachten war es ok und wir haben es auch unbeschadet überstanden. Zumindest hat noch keiner der anderen jemanden gebissen.
Nachdem wir am morgen noch ein wenig Forks erkundet haben, um zwei Punkte der Twilight Filme wiederzufinden, ging es wieder Richtung Küste. Ziel war der First Beach von La Push und der Rialto Beach. Spätestens da war ich mir sicher, dass keiner von uns Opfer von Vampiren wurde, immerhin war die Ecke der Halbinsel Werwolf-Gebiet und diese verstehen kein Spaß mit Vampiren. ;-)
Der Rialto Beach war meiner Meinung nach der schönste von uns besuchten Strände. Da Flut war, konnten wir leider nicht zum Hole-in-the-Wall laufen. Daher ging es wieder auf die Straße und der Lake Crescent war unser Ziel.
Dort angekommen, ging es zu Fuß zu den Marymere Falls und danach entspannten wir noch ein wenig am See und genossen das Ambiente. Ja, hier könnte man auch längere Zeit verbringen. Für uns ging es allerdings weiter und 20 Meilen später waren wir in Port Angeles, dem größten Ort der Umgebung und Sitz des größten Visitor Centers. Dies besuchten wir auch noch und danach ging es in unser Hotel.
Ende des Tages? Nicht mit uns! Denn für uns ging es noch zur Hurricane Ridge! Dafür ging es von fast Null wieder auf 1.585 m hinauf!
Von oben konnte man zum Teil sogar Kanada sehen und vor allem Teile vom Park die man so nicht besuchen kann. Grandiose Aussichten genossen wir. Leider zogen von Norden her Wolken hinauf und wir beschränkten uns auf einen kurzen Trail. Als kleinen Trost kamen ein paar Rehe sehr nah an uns heran und so konnten weitere Fotos entstehen. Cindy und Roberto werden Tage zum sortieren brauchen, dies aber nur so nebenbei.
Was folgt als nächstes? Whale watching! Eine Führung bei Boeing und natürlich Seattle! Uns bleiben zwar nur noch wenige Tage, aber an Highlights mangelt es uns nicht.
Bis dahin,
euer Balu

Merriman Falls
Quinault Rain Forest
Ruby Beach
Hoh Rain Forest - Hall of Moses
Rialto Beach
Marymere Falls
Hurricane Ridge
Reh am Wegesrand - Hurricane Ridge

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